Fürs Erste

Was man nicht machen darf, wenn man schreiben will: Lesen. Ich wollte mich gerade etwas anregen lassen und habe ein paar Texte einer von mir verehrten Autorin konsumiert. Unter anderem einen, in dem sie beschreibt, was sie vom Schreiben abhält. Jetzt möchte ich mich gern mit ihr treffen und dass wir uns irgendwie gegenseitig vom Schreiben abhalten. Nur schreiben möchte ich nicht mehr. Nie wieder! Bevor ich auf die Idee kam zu lesen, saß ich zwei Stunden an meinem Schreibplatz am Fenster zur Straße. Das war wahrscheinlich der erste Fehler. Der Schreibplatz am Fenster zur Straße ist nämlich alles andere, als ein Schreibplatz. Man kann dort viele Autos vorbeifahren sehen und sich Gedanken über die neuen Farben und Marken machen. Man sieht Kinder, wie sie zur Schule gehen und wieder heimkommen. Man muss den Kopf darüber schütteln, wie bepackt manche Kinder sich den Weg entlang schleppen. Wozu brauchen sie dieses ganze Zeug? Nur schreiben kann man dort nicht.

Ich bin dann in die Küche umgezogen, in der man natürlich erst recht nicht schreiben kann, weil man ja kochen muss. Nach dem Essen vielleicht? Nein. Also dann vielleicht erst mal was lesen. Wenn das aber funktionieren soll, müsste ich etwas so Grottenschlechtes lesen, dass ich danach sage: Das kann ich besser. Aber wie soll das gehen? Grottenschlechtes findet nicht den Weg zu mir. Wir werden uns nie begegnen, es sei denn, es wird mir zum Zwecke der Folter vorgelesen. Folter ist jedoch in unserem Land nicht erlaubt. Ich lese natürlich nur Sachen, die ich gut finde. Danach frage ich mich dann, warum ich eigentlich noch etwas schreiben soll, denn die von mir verehrte Autorin hat es ja schon geschrieben.

Der dritte Fehler ist, beim Schreiben Musik zu hören. Am besten noch die ganze Sammlung im Zufallsmodus. Entweder denkt man, man schreibt, hört aber Musik und klopft im Takt auf die Tastatur, woraus der Computer dann einen Text macht. Oder man bildet sich ein, den Soundtrack zu der Geschichte zu hören, die man grade schreibt, was natürlich auch nicht stimmt. Der letzte Fehler ist, sich ein Bier auf zu machen, bevor man geschrieben hat. Was dann nämlich passiert, kann man hier sehen. Man schreibt, dass man nicht schreibt. Dann macht man sich das nächste Bier auf und schreibt weiter, dass man nicht schreibt. Und so geht es weiter. Das ist alles nicht gut für den Leser.

Darum machen wir hier Schluss.

Fürs Erste.

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Lirum, Larum

Unter meinen Weihnachtsgeschenken war im vergangenen Jahr ein Stubenbesen. Tatsächlich besaß ich vorher keinen und meine Hartböden befinden sich in einem entsprechenden Zustand. Das bodennahe Arbeiten bereitet mir zunehmend Beschwerden und für jeden aus dem Mund gefallenen Speiserest den Staubsauger hervorzuholen fällt mir auch nicht ein. Aus irgendeinem Grund bekam ich den Besen aber ohne Besenstiel. Keiner meiner Wischmop- oder Balkonbesenstiele passte zum Gewinde des Stubenbesens, so dass er inzwischen seinen Platz bei den anderen Haushaltsgegenständen gefunden hat, die niemals zum Einsatz kommen. Irgendwo muss ich auch noch so eine Halterung für diverse Stiel-Geräte haben, die ich wegen nicht vorhandener Stiele niemals angebracht habe.

Natürlich könnte ich einfach einen Besenstiel kaufen. Aber es ist eben nicht einfach. Es entsteht sofort ein Fragen-Cluster. Jede Antwort gebiert eine neue Frage.

F: Woher soll ich wissen, dass der Stiel, den ich kaufe, zum Besen passt, den ich habe?

A: Nimm den Besen einfach mit und probiere es aus.

F1: Wie soll ich beweisen, dass ich den Besen mitgebracht habe, wenn ich darauf angesprochen werde?

A1: Sag beim Betreten, des Geschäftes, dass du einen Besen mitbringst.

F2: Was soll ich machen, wenn sie dann sagen, ‚ok, dann können Sie ja gleich mal durchfegen.‘?

A2:…

Naja. Und so weiter. Da man mit dieser Methode naturgemäß nicht fertig werden kann, werde ich niemals einen Besenstiel kaufen. Außerdem gibt es noch Fragen, die ich mir gar nicht selbst beantworten kann. Zum Beispiel: Wo kauft man Besenstiele? Keines der Geschäfte, die ich regelmäßig aufsuche führt solche Artikel in seinem Sortiment. Der Lebensmitteldiscounter nicht und nicht der Getränkemarkt. Früher gab es noch den Eisenwarenladen, aber ich wüsste nicht, wo ich heute so einen finden könnte und außerdem will ich ja keinen Eisenstiel.

Es kann also durchaus sein, dass ich bald wieder umziehen muss. Und alles nur wegen dieses blöden Stubenbesens! Alternativ könnte ich eine Putzhilfe beschäftigen, die ihren eigenen Besen mitbringen muss. Wenn sie mal auf die Toilette muss, klaue ich ihr den Stiel aus dem Besen und schmeiße sie dann sofort raus, weil sie die Toilette schmutzig gemacht hat. Dann kann es mir aber immer noch passieren, dass der Stiel nicht passt und meine ehemalige Putzhilfe hätte auch allen Grund, mich zu verklagen. Dann komme ich vor Gericht und es wird schlecht für mich ausgehen, weil meine ehemalige Putzhilfe einen guten Anwalt hat und ich gar keinen. Lirum, Larum, Besenstiel, alte Weiber essen viel, junge müssen fasten.

Schlecht geworden?

Beim Singen eines Abendliedes in der letzten Chorprobe wurde ich auf einmal sehr traurig. Ich weiß nicht warum, aber ich musste an meine Beerdigung denken. Alle waren gekommen und alle weinten. Besonders natürlich die Mädchen. Aber auch die Männer flennten einfach drauflos. Es war zum Stein erweichen. Mein Chef, der Prädikant und eigentlich ein routinierter Trauerredner ist, wollte eine Ansprache halten. Das wäre jetzt auch dringend nötig, um die Gemeinde nicht in der Hoffnungslosigkeit ihrer Trauer versacken zu lassen. Aber er konnte nicht, weil auch er sehr heftig weinen musste. Die Stimme versagte ihm, die Lippen zitterten zu sehr, um noch ein Wort artikulieren zu können und so stand er einfach nur als großer Vorweiner an meinem offenen Grab und ließ seinen Tränen freien Lauf. Das Heulen der Menge vermischte sich mit dem Heulen des Windes, abgelegte Blumensträuße flogen einfach davon und Kränze mit zerfleddernden Schleifen kullerten über den Friedhof. Die Trostlosigkeit der Szene war nicht mehr zu überbieten und sie schien kein Ende nehmen zu wollen. Auch mir liefen jetzt Tränen über die Wangen.

Dann standen alle auf und die Chorprobe war zu Ende. Ich wischte mir schnell die Tränen ab und trollte mich. Natürlich frage ich mich seitdem, was das bedeuten soll. Warum wachträume ich nicht von meiner Hochzeit? Meinetwegen können sie da doch auch alle herumflennen. Hatte es etwas mit dem Abendlied zu tun? War da was in der Melodie, oder im Text? Kann alles sein. Ich werde den Kantor bitten, das nächste Mal die Vogelhochzeit anzustimmen, mal sehen, was dann mit mir passiert.

Ronja von Rönne hat ihr neues Buch vorgestellt. Es heißt „Heute ist leider schlecht.“ Ich habe es sofort bestellt. Ronja von Rönne schreibt wie ich, nur besser. (Das ist übrigens auch von Ronja – „Der Mann, den ich liebe schreibt auch. Nur besser.“) Außerdem ist sie natürlich viel erfolgreicher als ich. Als ich einen Tag später mein Email-Postfach durchsah,  fand ich unter den Spam-Mails eine Nachricht von Amazon mit der Betreffzeile „Ihre Bestellung von Heute ist leider schlecht…“. Mir war nicht bewusst, heute etwas bestellt zu haben und ich war neugierig, was daran jetzt wieder schlecht gewesen war. War meine Bestellung von heute schlecht angekommen? Oder war sie schlecht geworden? Was hatte ich bloß bestellt? Einen Klick später wusste ich es wieder. Und jetzt wird gelesen. Und gewachträumt. Fiederallala, fiederallala, fiederallalalala.

Ohne zu lügen

Mein Verhältnis zu Pflanzen ist angespannt. Aus meinem unmittelbaren Umfeld habe ich sie bis auf einen unverwüstlichen Kugelkaktus vollständig entfernt. Ich tat dies den Pflanzen zu Liebe. Ich will ihnen nichts Böses. Aber sie leiden in meiner Nähe. Wenn sie könnten, würden sie fortgehen. Weil sie es nicht können, gehen sie ein. Es liegt wirklich nicht an zu wenig Aufmerksamkeit oder an mangelnder Pflege. Es ist wie eine Entscheidung, die die Pflanze trifft. Neulich klingelte es an der Tür und eine Nachbarin brachte mir ein Alpenveilchen. Oder ein Vergissmeinnicht? Diese kleine Unsicherheit reichte schon aus, um der Pflanze den Gar aus zu machen. Ich konnte richtiggehend dabei zusehen, wie sie verendete. Immerhin hat es die Nachbarin nicht mitbekommen. Sie war ohnehin nur die Überbringerin. Abgegeben hatte es eine meiner Verehrerinnen, die mich leider nicht angetroffen hatte.

Was soll ich ihr nun sagen, wenn sie sich bei unserer nächsten Begegnung nach der blauen Blume erkundigt? „Sie ist leider sofort nach der Übergabe eingegangen.“ Undenkbar. Ich werde sie anlügen müssen. Nicht auszudenken, wenn sie sich, ermutigt durch meine Dankbarkeit, zu einem weiteren Besuch entschlösse, bei dem sie mich dann anträfe und dem Brüderchen etwa ein Schwesterchen mitbrächte. Ich müsste mich in immer tiefere Lügengespinnste verstricken, indem ich ihr vormachte, ich hätte das Gewächs in meinen Garten gepflanzt. Zweifellos würde sie darauf bestehen, auch das neue Mitbringsel in den Garten zu verbringen und Zeugin dieser pflanzlichen Familienzusammenführung zu werden. Nun habe ich aber nicht nur die Blume nicht in den Garten gepflanzt, sondern einfach in den Müll geworfen. Darüber hinaus habe ich auch gar keinen Garten.

Aaaaach. Es wird immer schlimmer. Wir sind unterwegs in den Garten, den ich gar nicht habe und die zweite Blume hat sich vor lauter Fremdschämen auch schon verabschiedet. Meine Verehrerin hat es noch gar nicht bemerkt. Ich halte an einem riesigen Gartencenter an, wo ich vorgebe, noch Dünger kaufen zu wollen. Wir gehen beide hinein und dann schnüre ich durch die verwinkelten Gänge davon. Es gelingt mir tatsächlich, meine verdutzte Begleiterin abzuhängen. Ich springe draußen ins Auto und fahre mit quietschenden Reifen weg. Seitdem bin ich auf der Flucht. Ich werde das Land verlassen und irgendwo ganz neu beginnen. Von vorn anfangen. Ein Leben ohne Pflanzen. Und ohne zu lügen.

Weitersagen!

Es ist leider zu spät geworden für den Donnerstags-Text. Ich musste schließlich erst essen. Dazu muss ich das Essen erst noch zubereiten. Das ist lästig, aber es geht nicht anders. Es gab drei Tomaten, eine Zwiebel, einen Fenchel, eine Paprikaschote (rot) und kaltes Forellenfilet. Ich hatte mir das den Tag über so überlegt und auch schon mal davon gesprochen. Einer sagte, davon würde man nicht satt. Ich entgegnete darauf, ich wolle mich ja auch nicht satt essen, sondern einfach nur zu Abend essen. Muss man davon immer „satt“ werden? Was bedeutet „satt“? Davon abgesehen bin ich von der beschriebenen Menge pappsatt. Der Magen wird davon voll. Also meiner jedenfalls. Ich esse natürlich auch Fleisch, wenn es verfügbar ist. Aber davon werde ich nicht satter, als von Gemüse oder Fisch. Vielleicht hält es länger vor?

Wie dem auch sei, ich hatte jedenfalls so lange in der Küche zu tun, dass ich den Donnerstags-Text nicht mehr geschafft habe. Das Problem bei Gemüse ist, dass man sehr viel daran herumschnippeln muss. Das dauert eben. Es dauert aber nicht länger, als ein Schnitzel zu panieren und macht lange nicht so viel Dreck. Tomaten sind übrigens ursprünglich gar nicht rot, sondern gelb. Daher auch der Name: Pomo d‘ Oro. Goldäpfel. Die rote Farbe ist gezüchtet. Wahrscheinlich wegen der Tomatensoße. Die geht in Gelb gar nicht. Den Hunger kenne ich zum Glück nicht. Vielleicht bin ich mal unterzuckert, weil ich zu lange nichts gegessen habe. Das ist nicht schön, aber ist das Hunger? Nein, ich glaube, Hunger zu haben, bedeutet dauerhaft und langanhaltend zu wenig zu essen zu bekommen. Das ist ein Gefühl, das ich mir gar nicht vorstellen kann. Ich kenne das nicht und ich brauche das auch nicht kennenzulernen. Ich brauche nicht viel zu essen, aber d a s brauche ich.

Morgen schreibe ich wieder einen Text, das wird dann aber ein Freitags-Text. Ich habe schon eine hinreichend genau Idee davon. Wenn ich keine Idee habe, kann ich mir damit den ganzen Tag versauen. Leider kommt das öfter vor. Darum versuche ich es heute gar nicht erst und schreibe keinen Donnerstags-Text. Ich lasse den Donnerstag einfach aus und schreibe statt dessen: Freut euch! Freut euch auf morgen! Denn morgen ist Freitag. Und am Freitag erscheint mein Freitagstext. Und den solltet ihr nicht verpassen – und weitersagen!

Anfangen

Ich denke ja gar nicht daran, die Hoffnung fahren zu lassen. Noch am Samstag lagen im Wald fast alle Wege unter einer dicken Eisschicht. Man konnte kaum laufen, und wenn doch, lief man Gefahr auszugleiten, und sich übelst die Gliedmaßen zu verrenken. Gestern nun, nur drei Tage später, war das Eis komplett weg. Ich konnte nach Herzenslust rennen und meine Rückseite bis zum Hinterkopf mit frischem Matsch besprenkeln. Ich konnte mir das am Samstag nicht vorstellen und hätte auch nicht gedacht, dass die Wege so schnell wieder eisfrei sind, denn ich pflege eine pessimistische Grundhaltung. Aber die Hoffnung, dass es irgendwann passiert, habe ich nicht verloren. Nicht einen Augenblick. Ich muss wieder die Kaiserpinguine in der Antarktis bemühen. Wie sie in der dunkelsten, längsten und kältesten Nacht, die es auf diesem Planeten gibt, auf die Rückkehr der Sonne und auf die Rückkehr ihrer Frauen warten. Seit ich erlebt habe, wie ein Kaktus versucht hat, sich in suizidaler Absicht auf meinem Küchenfußboden totzuschmeißen, nur um meiner Gegenwart zu entkommen, sind die Kaiserpinguine für mich der leuchtende Beweis dafür, dass es die Hoffnung wirklich gibt. Und dass sie, wenn sie nur überlebt, recht behält.

Ich habe jetzt ein wenig den Faden verloren und weiß nicht mehr genau, warum ich von der Hoffnung schreibe. Es muss damit zusammenhängen, dass ich gerade sehr hoffnungsfroh gestimmt bin, obwohl es dafür gar keinen Anlass gibt. Aber das ist ja wohl das Prinzip. Die Hoffnung hofft immer gegen den Augenschein und gerade daraus erwächst ihre verändernde Kraft. Wenn das erste Licht schon über den Horizont leckt, braucht man keine Hoffnung mehr. Aber wenn es stockdunkel ist und man sich beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie es jemals wieder hell werden soll, dann braucht man sie.

Dass es bald Frühling wird, brauchen wir nicht zu hoffen. Das kann jeder sehen oder fühlen. Aber ob wir es noch schaffen, für die Kinder, die heute aufwachsen, eine lebenswerte Welt zu hinterlassen? Ob wir es noch schaffen, eine Welt mit einem menschlichen Gesicht zu hinterlassen? Ob wir es noch schaffen, die eigene Überheblichkeit zu erkennen und hinter uns zu lassen, wie eine zu lange Pubertät? Wie gesagt: Ich bin gerade voller Hoffnung und ich habe keine Ahnung warum. Darum ich werde nicht warten und jetzt gleich anfangen, obwohl ich noch gar nicht so genau weiß womit. Das ist auch nicht so wichtig. Anfangen ist wichtig. Denn dann geht es los. Und dann geht es weiter.

Methode

Schon krass, was da vorige Woche in Schweden passiert ist! Da geht man seinen Weg, denkt an nichts Schlimmes und – Wwwwooaaam – passiert es in Schweden. Ausgerechnet die Schweden! Aber irgendwie haben sie es sich ja selbst zuzuschreiben. Trotzdem gibt es jedoch auch einen Zusammenhang zwischen dem, was in Schweden passiert ist und dem, was in Florida passiert ist. Da hatte Donald Trump einen Auftritt und hat vor dem größten Publikum, das jemals in einen Flugzeug-Hangar gepasst hat, eine Rede gehalten. Der Auftritt war inszeniert, wie ein Kino-Film. Die Air Force One kreuzte vor dem Hangar zu den Klängen grandioser Film-Musik. Ich erinnerte mich an den Film ‚Independence Day‘, in dem der amerikanische Präsident, der ja mal Jagdflieger war, die Welt vor den Außerirdischen rettet. Entweder sind wir jetzt in diesem Film oder der amerikanische Präsident hat es aus dem Film in das nächste Level geschafft.

Das ist alles gar nicht zum Lachen. Ich habe Leute getroffen, die allen Ernstes an einen Terroranschlag in Schweden glaubten. Auf Nachfrage erklärten sie, sie wüssten es von Trump. Donald Trump ist keine Witzfigur. Das Vorgehen hat Methode. Wir sollten uns den Tag merken, an dem der erste alternative Fakt per Präsidenten-Akklamation in die Welt gesetzt wurde. Aber genug davon. Vielleicht tue ich dem Präsidenten ja Unrecht. Vielleicht stimmt es ja doch, dass er einfach ein bisschen überdreht ist, weil er so wenig Schlaf bekommt. Er muss ja nachts diese ganzen Tweets schreiben und vor allem muss er den ganzen Tag lang dieses unehrliche Zeugs aus den Zeitungen lesen. Kein Wunder, wenn er dann mit den Fakten durcheinander kommt. Da muss man ja nicht gleich wieder so ein Riesen-Ding draus machen. Aber sie wollen eben einfach nicht die Wahrheit sagen.

Information ist eben kein Kinderkram! Information ist wie elektrischer Strom. Wenn man zuviel hört und sieht und liest, bringt man irgendwann alles durcheinander und am Ende gibt es einen Kurzschluss. Es geht heutzutage gar nicht mehr anders, als Information von sich fern zu halten und den größeren Teil zu verwerfen, ohne ihn auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Andererseits gibt es eine bewährte Methode für den Umgang Information: Alles anzweifeln. Nichts glauben. Selber denken. Wenn wir das zu unserer Methode machen, sind wir fast nicht mehr manipulierbar. Wenn das in Europa passiert, wäre es wirklich schrecklich für alle, die wie Trump auf Dummheit und Unmündigkeit setzen: Cogito ergo sum.