Nicht vergessen

Das ist aber doch schlecht eingerichtet, dass man mit allem, was einem irgendwie Spaß macht viel zu früh wieder aufhören muss. Nehmen wir nur mal den Verzehr von Süßigkeiten: Man stopft sich mit beiden Händen das Mäulchen voll und kaut und schmatzt grinsend und vor Wohlbehagen stöhnend mit vollen Backen – und noch bevor man runterschlucken kann, wird einem schlecht. Oder aufs Meer gucken: Durch großformatige Hotelzimmerfenster könnte ich ungestört von der Dämmerung bis zum Dunkelwerden Ausschau halten und dazu die verschiedensten Biersorten verkosten – aber schon am dritten Tag ergreift mich beim Anblick dieser trostlosen Wasserwüste nur noch wilde Verzweiflung. Vom Bier ganz zu schweigen! Schon das zweite muss ich hinunterwürgen, wenn ich danach nur noch „Bier“ denke, wird mir übel. So ist das wohl mit dem Wohlstand: er hängt einem ziemlich schnell zum Hals raus.

Nein, ich habe nicht vergessen, dass ich einmal damit zufrieden sein konnte, einfach nur am Leben zu sein. Aber der Mensch ist eben kompliziert: Je mehr man hat, desto mehr will man. Hat man nur das nackte Leben und wohnt in einem alten Pott – da kann man leicht froh sein. Aber dann hat man bald ein Haus und will aber ein Schloss. König will man sein und dann Kaiser. Dann Papst und schließlich wie der liebe Gott. Und wenn man dann Glück hat, landet man wieder in seinem alten Pott und kann noch mehr damit zufrieden sein, als zuvor. Vielleicht sollte man allen, die heute noch so wütend sind, dass sie sogar ein Schild dabei haben einfach alle ihre Wünsche erfüllen. Ja, vielleicht wohnt hier in der Ostsee ein Butt, der das vermag. Dann werden sie zwar erstmal immer wütender, aber irgendwann ist dann eben auch mal wieder gut und sie sitzen wieder in ihrem alten Pott.

Heute fahre ich wieder zurück. Ich kann leicht so daherreden, schließlich wohne ich nicht in einem alten Pott. Aber wenn ich dort aus dem Fenster schaue, fahren keine Schiffe vorbei, sondern Autos. Ich sehe keinen Tropfen Wasser, sondern ein weites Feld und es kommt auch keiner zum Saubermachen. Der Rasende Roland heißt RB 24 und fährt elektrisch. Aber ich werde Besuch bekommen, der wegen mir kommt und nicht wegen der Aussicht. Und dann werden wir singen. Und Hefeweizen trinken wir auch. Eins auf jeden Fall und beim zweiten helfen wir uns gegenseitig. Ich freu mich schon.

Advertisements

Total verrückt

Wenn man überlegt, was den Menschen vom Tier unterscheidet, fällt einem ja nicht mehr viel ein. Das soll jetzt gar nicht den Menschen abwerten, sondern eher das Tier aufwerten. Gefühle im Allgemeinen und Liebe im Besonderen sind schon lange keine Alleinstellungsmerkmale mehr. Auch die Sprache als Kommunikationsmittel nicht. Aber Buchstaben, Worte und Sätze, die man aufschreiben kann, die hat nun mal kein anderes Tier als der Mensch. Von weitem sieht ein Text eigentlich immer gleich aus, aber wenn man ihn aus der Nähe betrachtet, macht er was im Kopf. Ich finde das faszinierend. Es muss ein grundsätzlich verschiedenes Erlebnis sein, einen Text in Braille-Schrift mit den Händen zu lesen, wenn man ihn nicht sehen kann. Ich weiß gar nicht, ob ich die Fähigkeit hätte etwas zu schreiben, wenn ich es nicht gleichzeitig lesen könnte.

In der Schule galt ich als guter Leser. Ich wurde oft gebeten, irgendetwas vorzulesen. Es fiel mir leicht. Es stand ja da und das Lesen verursachte mir überhaupt keine Anstrengung. Es ging wie von selbst. Es gab Mitschüler, die konnten das nicht. Sie buchstabierten und stotterten, schwitzten und stöhnten. Ich habe wahrscheinlich nie verstanden, was ihnen solche Schwierigkeiten bereitete, aber ich habe sie dafür nicht verachtet. Zumindest ist es das, was ich heute hoffe. Es ist aber leider auch möglich, dass ich früher ganz anders war, als ich mir das heute so vorstelle. Es könnte sogar sein, dass ich auch heute noch ganz anders bin, als ich mir das so denke. Darum zucke ich vielleicht immer so ein bisschen zusammen, wenn ich in den Spiegel gucke.

Der Spiegel ist auch so etwas, was einem zum Menschen macht. Dabei geht es gar nicht um das Möbelstück. Das ist nur ein Symbol. Ein Text kann ein Spiegel sein oder ein Bild. Man erfährt dabei immer etwas über sich selbst. Der eigentliche Spiegel aber sind andere Menschen, die sich trauen, einem Sachen über einen selbst zu sagen, die vielleicht wenig angenehm sind. Wir machen das viel zu selten miteinander. Es lohnt sich aber, denn man erfährt immer viel mehr Angenehmes als Unangenehmes. Dann ist einem das Angenehme auf einmal unangenehm. Wenn man also überlegt, was den Menschen eigentlich vom Tier unterscheidet, fällt einem vor allem eines ein: Der Mensch ist total verrückt. Aber auch nett, irgendwie.

Wenigstens einen

Die Klage ist für irgend etwas sehr wichtig. Ich weiß nicht mehr genau, für was. Wahrscheinlich für das seelische Gleichgewicht und dafür, sich selbst ok zu fühlen. Auf der Arbeit wird zurzeit sehr viel geklagt. Da ich selber gar nicht im Klagemodus bin, irritiert mich das ein bisschen. Das müsste es aber gar nicht. Man könnte eine Klagewand einrichten. Wir haben sogar ein kleines Mäuerchen um unser Arbeitsgrundstück herum, das bestimmt ein paar Lücken und Löcher hat. Warum nicht einen Teil davon zur Klagemauer erklären. Jeder, der das Bedürfnis verspürt, könnte seine Klage auf einen kleinen Zettel schreiben und in eines dieser Löcher stecken. Dabei kann dann jeder sein eigenes Klageritual aufführen: sich vor die Brust schlagen, ein Stück Stoff zerreißen oder sich eine Substanz irgendwo hin schmieren.

Immerhin scheint das Wesen der Klage darin zu bestehen, sich selbst als Opfer zu begreifen. Ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer. Darin kann dann auch der Sinn der Klage bestehen: sich diesen Sachverhalt bewußt zu machen. Die Opferrolle ist zwar einerseits bequem, denn man muss nichts tun, weil man ja nichts tun kann. Man ist ja Opfer. Andererseits kann man sich aber fragen, ob man weiterhin Opfer bleiben will. Die Frage am Ende der Klage muss lauten: Wie komme ich aus der Opferrolle raus? Aber warum sollte man die bequeme Opferrolle verlassen wollen? Weil man keine Marionette mehr sein will. Weil man wieder selbst über sein Leben bestimmen will. Weil man wieder leben will. Darum ist es so wichtig, der Klage ihren Raum zu lassen.

Wie kommt man also raus aus der Opferrolle? Auf der Arbeit kann man einfach die Seiten wechseln. Wo es „Opfer“ gibt, gibt es auch „Täter“. Das hilft aber nur kurzzeitig, denn je nach Hierarchietiefe ist man auch als Täter bald wieder Opfer. Es ist hier eher so, wie mit allen Antworten auf wichtige Fragen: Es gibt sie nicht. Jedenfalls nicht so, wie in einem Lösungsheft. Jeder muss sie für sich selbst finden und wenn man eine für sich gefunden hat, gilt sie nicht unbedingt für einen anderen. Es hat irgendetwas mit Freiräumen zu tun. Das sind Leerstellen, die keine Instanz und kein Regime jemals besetzen kann und in denen man herausfindet, wer man selbst ist. Dann muss man es schaffen, sich selbst, so wie man ist, zu lieben. Das geht am Leichtesten, wenn es noch ein paar andere Menschen gibt, die einen lieben, so, wie man ist. Oder wenigstens einen.

Meine Freunde

Alles, was wir an Gutem im Leben erfahren, führt uns letztlich die eigene Unzulänglichkeit vor Augen. Das fühlt sich nicht gut an, aber es hilft einem, sich ein bisschen mehr so zu sehen, wie man nun einmal ist. Das kann schließlich ganz heilsam sein, denn nichts ist lächerlicher und jammervoller, als ein groteskes Selbstbild, das in der Wirklichkeit keinen Bestand hat. Ich bin kein guter Freund. Das weiß ich, weil ich zuletzt so viel Freundschaft erfahren habe. Um so mehr zeigt sich daran die wahre Größe der Freundschaft: Sie rechnet nicht. Sie fragt nicht, was sie schon von mir bekommen hat oder wie die Chancen stehen, dass sie erwidert wird. Sie ist einfach da. Sie kümmert sich nicht um die eigene Bequemlichkeit. Sie freut sich, wenn ich mich freue. Es geht ihr gut, wenn es mir gut geht. Man kann nichts für sie hergeben, sie kann nicht vergolten werden, nur annehmen kann man sie und irgendwie seine Dankbarkeit zeigen. Aber selbst das interessiert sie nicht. Sie wäre auch ohne Dankbarkeit da.

Ich bin kein guter Freund. Ganz seltsamer Weise und ganz anders als bisher gedacht, kümmert sich die Freundschaft der anderen nicht darum. Ich glaube jetzt, dass man selbst als miserabelster und schlechtester Freund noch gute, sehr gute und beste Freunde haben kann. Ich habe sie wirklich und das macht aus mir keinen besseren Freund und schon gar keinen besseren Menschen. Aber es macht mich zumindest für den Moment etwas weniger hochmütig. Ich weiß noch nicht, ob mir das gut steht. Ich weiß nur, dass ich ohne meine Freunde ganz schön alt aussehen würde. Ich dachte mal, ich brauche die anderen Menschen nicht. Ich dachte, so wie ein Edelgas oder Edelmetall sich eben nicht mit anderen Elementen verbindet, so wäre ich vielleicht ein „Edelmensch“. Dabei dachte ich gar nicht mal an „Adel“ sondern nur an das „Edle“ im Sinne der Chemie. Das stimmt vielleicht sogar, solange man nicht in Not gerät. Aber die Not gehört zum Menschsein. Ein Mensch, der die Not nicht kennt, ist keiner. Darum brauchen wir einander, sofern wir Menschen sind, wie wir Luft und Wasser brauchen.

Ich bin, wie ich bin und verändere mich. Wozu ich tauge, weiß ich noch nicht. Was ich aber voller Stolz herzeigen kann, sind meine Freundinnen und Freunde. Und mein Wert oder meine Würde speist sich nicht aus dem, was ich bin oder was ich vermag, sondern allein daraus, dass ich diese Freunde habe.

Reblog: Hein

Wie gewöhnlich erwachte ich mitten in der Nacht, pünktlich um drei Uhr. Aber diesmal war etwas anders. Am Fußende meines Bettes stand eine Kapuzengestalt. Ich bekam einen gewaltigen Schreck. Ich rief laut: „Was ist denn hier los?!“ und bekam natürlich keine Antwort. Ich bin aber auch sehr schreckhaft. Ich erschrecke mich zum Beispiel jeden Morgen aufs Neue, wenn das Radio um 7:00 anspringt. Ich bin dann schon lange wach, aber aus Angst, zu verschlafen, habe ich einmal diesen Timer eingestellt. Jetzt kriege ich ihn nicht mehr abgestellt. Ich weiß nicht, ob das gesund ist.

Jetzt stand da also mitten in der Nacht eine Kapuzengestalt und schien schon daran gewöhnt zu sein, dass sich die Leute immer erschrecken. Wie lange hatte er da schon gestanden? Vielleicht war er schon um eins da und hatte jetzt zwei Stunden gewartet. Jedenfalls begann die Gestalt zu sprechen und sagte: „Deine Lebenszeit ist abgelaufen. Du kannst dir jetzt aussuchen, ob du gleich mitkommen oder noch eine zweite Runde dranhängen willst.“
„Was??“
„Wenn du nicht mitkommst, musst du noch mal genauso lange warten, wie bis jetzt. Ich habe viel zu tun und kann nicht zwischendurch einfach so vorbeikommen.“

Ich fand das nicht richtig, dass ich solche Entscheidungen ohne Vorwarnung nachts um drei treffen sollte. Ich musste ihn hinhalten. Ich sagte: „Ich habe keine saubere Unterwäsche mehr.“ Er verzog keine Miene. Er hätte ja wenigstens vorher anrufen können. Ich bin ja schließlich nicht allein auf der Welt. Selbst ich habe soziale Kontakte! Dann hätte ich das auf der Arbeit besprechen können: Was sagt ihr dazu, soll ich es jetzt gleich machen oder noch warten? Gut, meine Rentenversicherung brauche ich nicht fragen. Aber ich habe doch auch Freunde. Wären sie einverstanden, wenn ich gleich mitginge? Welche Antwort hätte ich eigentlich gern?
Die Kapuzengestalt drängelte: „Also, was ist nun? Keiner, der mitgekommen ist, hat es jemals bereut.“
Schon klar. Was soll er auch sonst sagen? Vielleicht ist das Leben aber auch ein Wartebereich, wie auf einer Meldestelle. Und ich wäre jetzt dran und sage: Oooch, nee, jetzt noch nicht, ich will noch ein bisschen weiter warten. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr spricht dafür, dass es so ist. Oder so ähnlich.

Na ja, was soll ich sagen? Ich bin nicht mitgegangen.

Veröffentlicht in „Alles gelogen“, 2017

Offen für Neues

Ich bin zu „Vino und Tischtennis“ in den Garten eingeladen. Was soll ich mitbringen? Eine Flasche Aperol. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt. Wo kauft man das? Ich wollte mir keine Blöße geben und fragte nicht. Aber es klingt nach Apotheke. Wozu brauchen sie es? Zündet man damit den Grill an? Oder ist es zum Einreiben der Tischtennisschläger? Ich habe es dann im Supermarkt gleich neben der Kasse entdeckt. Es ist ein Likör. Ein Destillat aus Rhabarber, Chinarinde, Gelbem Enzian, Bitterorange und aromatischen Kräutern. Sie werden es höchstwahrscheinlich trinken. Sich hinter die Binde gießen. Mit einem Trinkhalm aufschlürfen. Ich kann also davon ausgehen, dass es kein Hefeweizen geben wird. Man muss auch mal offen sein für Neues.

Tischtennis wurde in Hennigsdorf im Luthersaal gespielt. Im Winter war es noch kälter als draußen, aber man durfte dort rauchen. Ich weiß gar nicht, warum. Offenbar brauchen Jugendliche einen Ort, an dem sie ungestört rauchen können. Besser, als wenn sie heimlich saufen würden. Dabei haben wir nur geraucht, damit keiner merkte, dass wir in Wirklichkeit unheimlich soffen. Aber keinen Aperol sondern Ka-Li, Pfeffi und Bier. Wir spielten „chinesisch“ und umrundeten die Platte, bis nur noch zwei übrig blieben. Der Sieger bekam einen Punkt. Wenn einer 21 Punkte hatte, war das Spiel vorbei. Es war auch möglich, nur bis 7 Punkte zu spielen. Wenn man richtig dazu gehören wollte, musste man seinen eigenen Tischtennis-Schläger mitbringen. Das war dann logischerweise eine Softkelle und nicht so ein Stullenbrett mit Noppen. Mit dem Kugelschreiber malte man noch „KISS“ oder „ACDC“ darauf. Oder „JESUS LEBT“. Softkellen kaufte man in der Tschechei. Ich könnte heute nicht mehr sagen, was auf meiner Kelle gestanden hat oder ob ich sie überhaupt bemalt habe.

Also spielen wir wieder Tischtennis. Übrigens auch eine schöne Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen, ohne viel reden zu müssen. Durch die Platte hat man einen schönen Abstand, der kleine Ball verbindet wieder. Man kann aggressiv spielen und immer wieder angreifen oder ganz vorsichtig sein und gemeinsam versuchen, lange Ballwechsel hinzukriegen. Das geht alles ohne Worte. Man kann sich auch nicht die ganze Zeit anstarren, sondern man muss auf den Ball achten. Wenn sie dann anfangen, sich ohne zu rauchen den Aperol reinzuziehen, werde ich mich etwas zurückhalten müssen. Ich muss immerhin noch mit dem Fahrrad nach Hause fahren und ich will nicht wieder hinfallen.

Johannes

Das Segelboot ist vor Anker gegangen. Der Kapitän geht von Bord. Er hat gesagt, dass er für immer geht und nicht mehr zurückkommen wird. Wie es mit dem Segelboot und uns, der Mannschaft weitergehen wird, hat er nicht gesagt. Dann hat er die Kapitänsmütze abgesetzt und ein Lied mit uns gesungen. Und ich bin traurig und mache Witze. So mache ich das immer, wenn ich traurig werde. Ich finde das nicht schlimm. Man muss nur aufpassen, dass das Lachen nicht bitter wird. Dann soll man doch lieber weinen. Lachen und weinen sind ganz dicht beieinander und Tränen machen ein Gesicht schön.

Natürlich können wir mit der Routine noch eine ganze Weile ohne Kapitän weitermachen. Aber wenn wir wieder Segel setzten wollen, geht das nicht ohne ihn. Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Aber ich weiß, dass das Segelboot wieder in See stechen wird und ich weiß, dass ich an Bord sein werde. Das war nicht immer so. Es war eine lange Reise bis hierher und ich wollte immer wieder mal abheuern. Das Essen war meistens miserabel, die Mannschaft hatte oft schlechte Laune und die Heuer hatte ich mir anders vorgestellt. Auf großer Fahrt hatte man den Eindruck, der Kompass wäre über Bord gegangen. Dass der Käpt’n Karten lesen konnte, galt zwar als sicher. Aber ob eine Karte an Bord war, wurde immer offener bezweifelt. Meuterei ist bei Strafe verboten. Aber irgendwie ist es dann doch immer wieder gelungen, die Mannschaft zusammenzubringen. Es waren kleine Tricks mit einer großen Wirkung: Ein Fässchen Rum zur rechten Zeit. Reichlich Landgang allein, aber auch Gelegenheit zur Geselligkeit. Und Musik, Musik, und immer wieder Musik.

Der Kapitän geht von Bord. Wir haben ihm einen filmreifen Abschied gemacht. Es war großes Kino und gute Musik. Kann man nach so vielen Jahren einfach aufhören, Kapitän zu sein? Ja. Alle großen Kapitäne können das. Sie könnten jeden Tag einfach aufhören. Sie haben ein eigenes Leben, um das sie sich kümmern und das sie mehr als genug ausfüllt. Sie brauchen das Segelboot nicht. Sie dienen ihm, solange sie wollen und dann können sie einfach loslassen. Aber nein, nicht einfach. Einfach ist es nicht. Es ist schwierig und es gibt keine Garantien, dass es gelingt. Aber es ist die nächste Herausforderung für einen Kapitän, der sein Segelboot abgibt. Und es gibt keine Karte, auf der sein Weg vorgezeichnet wäre. Gibt es einen Kompass? Vielleicht.