Eine ganze Menge Leben

Einmal war meine Mutter im Krankenhaus und wir waren mit unserem Vater allein zu Haus. Ich war gerade in der zweiten Klasse. Am Abend musste ich mit meinem Vater noch Mathe üben. Als wir endlich fertig waren, durfte ich noch mal runter. Ich raste los. Wir wohnten ganz oben und ich hatte mir angewöhnt, den ersten Treppenabsatz bäuchlings auf dem Geländer zu absolvieren. Das war zwar streng verboten, machte aber umso mehr Spaß. Diesmal hatte ich ein bisschen zu viel Schwung, flog einfach über das Geländer drüber und krachte kopfüber vor die Wohnungstür am Ende der Treppe. Mein Glück: ich hatte den rechten Arm vorm Kopf, als ich aufschlug. Der Arm brach zwar, aber mein Kopf blieb unverletzt.

Ein anderes mal brannte das Dach des Hauses ab, in dem ich mich schlafen gelegt hatte. Oder die Glasscheibe des Treppenhausfensters des Berliner Altbaus, die senkrecht zur Erde raste, als ich unten aus der Tür trat und knapp hinter mir zersplitterte. Als ich mit dem Fahrrad stürzte und als ich mit meinem Auto aufs Dach fiel. Angesichts seiner Verletzlichkeit scheint mir mein Leben inzwischen doch in hohem Maße unwahrscheinlich. Und trotzdem bin ich da, so wie die Hummel, die eigentlich nicht fliegen können dürfte. Das Leben ist eben nicht nur ganz und gar unwahrscheinlich, sondern auch über alle Maßen großzügig und verschwenderisch.

Das alles erfahren wir nur, weil das Leben vor allem eines ist: es ist endlich. Wäre es das nicht, wäre es nur belanglos. Wir wissen nicht, wie lange es währt, aber einmal ist es vorbei und dann ist man gut beraten, wenn man es auch gelebt hat. Dafür braucht es nicht viel, aber ein bisschen schon: Schokolade essen, in Pfützen herumspringen, auf Bäume klettern. Ein tiefes Loch buddeln, beim Fußball ein Tor schießen, sich verlieben. Sich verabreden, einander küssen, eine Nacht durchtanzen. Für ein Kind da sein, Lieder singen und Bilder malen. Jemanden zum Lachen bringen, glücklich machen und sich darüber freuen können. Überhaupt sich zu freuen, wo es nur geht, die Schönheit und das Gute sehen können, die immer da sind. Wenn einem davon eine oder sogar zwei Sachen an jedem Tag gelingen, dann hat man schon eine ganz Menge. Eine ganze Menge Leben*.

*http://www.wecker.de/de/musik/album/18-Eine-ganze-Menge-Leben/item/162-Eine-ganze-Menge-Leben.html

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Wie es war, zufrieden zu sein

Was hat sich verändert? Der Alltag wird zurückkommen, seine Sorgen, seine Nöte und die Ärgernisse. Alles wird wieder wie früher. Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht gelingt es mir ja, nicht zu vergessen, dass es mal einen Zustand gab, in dem ich einfach nur froh war, am Leben zu sein. Es spielte keine Rolle, dass ich kein Handy hatte und es war mir egal, dass ich nur ein gepunktetes Nachthemd trug, das hinten offen war. Ein Blick, ein Lächeln allein konnte mich glücklich machen. Ich sah die Gesichter der Menschen und ich kannte sie und ich war voller Vertrauen. Ich sah mir Fußballspiele im Fernsehen an, weil mein Bettnachbar es wollte und freute mich darüber. Es war – das mag jetzt befremdlich klingen – wunderbar. Ich war zufrieden und meine Seele hatte Ruhe. Mir war vollkommen klar, dass ich es nicht im Mindesten in der Hand habe, ob ich lebe oder nicht. Und da ich nun einmal am Leben war, gab es nichts mehr, was ich noch begehren konnte. Vielleicht lag es an den Medikamenten oder daran, dass ich tatsächlich noch einmal davon gekommen war oder an Beidem zusammen. Wie auch immer, es wird nicht so bleiben. Dieses Gefühl einer paradiesischen Geborgenheit wird verblassen und schließlich verschwinden. Aber ich kann mich daran erinnern.

Dass es jetzt gar nicht mehr aufhören will, zu regnen, war natürlich nicht so geplant. Davon haben auch die Fleißigen Lieschen nichts. Sie werden ertrinken und niemand kann sie retten. Aber sie waren da, wir hatten unsere Zeit und wenn die Sonne wieder auf den Balkon scheint, werden wir weitersehen. Als ich nach einer heftigen Bronchitis einmal nicht wieder mit dem Rauchen angefangen habe, habe ich viel Zeit gewonnen. Der Kopf wurde freier, weil ich nicht ständig an die Bevorratung denken musste. Wie ich jetzt feststelle, habe ich dann aber den Balkon nicht mehr genutzt, weil es offenbar ein Rauch-Balkon war. Dafür sah ich wieder mehr fern. Im Moment finde ich fernsehen noch sehr anstrengend, die Augen beginnen bald zu schmerzen und ich möchte doch lieber auf dem Balkon sitzen.

Noch vor kurzem dachte ich dann: Warum soll ich hier sitzen, wenn ich gar nicht rauche? Seit zwei Wochen denke ich das nicht mehr. Und das Beste: ich muss nicht mal Hefeweizen dabei trinken. Ich kann einfach nur dasitzen und mich freuen, dass die Sonne scheint. Das wird bald nachlassen. Aber die Sonne kommt wieder. Und dann werde ich mich erinnern, wie es war, zufrieden zu sein.

Drei Wochen rumliegen

Was hat es eigentlich mit diesen Altersangaben auf sich? Ein 50jähriger überschlägt sich mit seinen Auto. Eine 33 Jahre alte Autofahrerin übersah einen 57 Jahre alten Rollerfahrer. Eine 28 Jahre alte Fahrradfahrerin stieß mit einem Taxi zusammen (Wie alt war das Taxi?). Der Taxifahrer war 47 Jahre alt und erlitt einen Schock. Ein 93jähriger überschlägt sich mit seinem Auto und fährt weiter. Mir fällt auf, dass die Altersangaben immer dann gemacht werden, wenn sonst keine Informationen zur Identität preisgegeben werden. Sollen sie ein Ersatz sein? Wenigstens das Alter, wenn schon keine Namen? Wenn man so mir nichts, dir nichts durch die Straßen läuft, hat man ja nicht mal das. Man sieht vielleicht gerade noch Mann oder Frau, aber das wars dann auch. Vielleicht sollten alle Benutzer öffentlicher Straßen zum Tragen von T-Shirts mit dem aktuellen Alter verpflichtet werden. Dann kann man wenigstens sagen: mir ist ein 19jähriger Fußgänger entgegengekommen.

Wenn jemand gestorben ist, finde ich das Alter dagegen sehr interessant. Warum weiß ich auch nicht. Ich will es einfach nur wissen und dann ist es gut. Wahrscheinlich überprüfe ich unbewußt, wie nahe mir die Einschläge kommen. Gunter Gabriel war 75 und Andrea Jürgens starb mit 50. Andrea Jürgens ist nicht mit Jenny Jürgens zu verwechseln, die auch 50 Jahre alt ist und noch lebt.

Möglicherweise ist das Alter aber auch entscheidend für die Folgen eines Ereignisses. Es scheint einen großen Unterschied zu machen, ob sich ein 50jähriger mit seinem Auto überschlägt oder ein 93jähriger. Mit 93 hat man unter Umständen viel mehr Erfahrung mit Autoüberschlägen. Vielleicht ist es einem mit 50 auch zum ersten Mal passiert. Aber dann kam irgendwann das zweite und das dritte Mal. Nach dem 65. Geburtstag musste man sich dann auch keine Sorgen mehr darüber machen, ob man überhaupt noch arbeiten gehen kann. Ein Überschlag mit 93 ist dann nicht mehr viel aufregender als wenn einem mit 50 der Schnürsenkel reißt. Beim ersten Mal ist alles noch ganz furchtbar und alle besuchen einen und wünschen gute Besserung. Aber irgendwann weiß man, wie man sich helfen kann und redet nicht weiter darüber. Wenn ein Parkplatz kommt kann man ja mal anhalten und muss nicht mitten auf der Straße stehen bleiben. Und außerdem hat man im Alter einfach nicht mehr die Zeit, einfach so drei Wochen lang rumzuliegen.

Auf dem Kopf

Irgendwie ist der Wurm drin. Das ganze Ding läuft nicht mehr richtig rund. Erst falle ich aufs Dach, dann müssen Kollegen ins Krankenhaus oder verknicken sich im Ausland den Knöchel. Aber das ist ja alles noch gar nichts gegen das Weggesperrt-werden. Es kann einem jetzt ohne Weiteres passieren, dass man über Nacht hinter Schloss und Riegel kommt. Bis jetzt ist es nur Leuten passiert, die gerade in der Türkei waren, aber wer sagt, dass sie sich damit begnügen? Wenn es klingelt, könnte es natürlich der Nachbar sein, der sein Paket abholen will. Aber es könnten auch Erdogans Häscher sein, die mich abholen wollen. Natürlich könnte ich durch den Türspion gucken. Aber ich habe genug Mission-Impossible- Filme gesehen, um zu wissen, das man mit Latex-Masken jedes beliebige Aussehen annehmen kann. Alles steht auf dem Kopf. Das hat aber nicht nur negative Folgen. Smava bietet den ersten Kredit mit negativen Zinsen an. Wenn man sich 1000 Euro ausleiht, muss man nach drei Jahren nur 994 zurückzahlen. Wenn man das hochrechnet, braucht man nach 500 Jahren gar nichts mehr zurückzahlen. Das ist doch mal ein Geschäftsmodell. Vor einiger Zeit habe ich einen Text geschrieben („Kopfrum“), der diese Entwicklung voraussieht, ach was, der vorhersagt, wohin sie schließlich führen wird. Wunderbar.

Inzwischen hat es mehrmals geklingelt. Ich kann nicht aufmachen. Ich denke nicht daran, mich einfach so abführen zu lassen. Dafür habe das nicht alles durchgemacht, damit es jetzt so endet. Ich glaube noch, dass ich damit durchkomme. Irgendwo konnten sie einen Straftäter nicht verhaften, weil er nie zu Hause war. Aber das waren deutsche Polizisten. Türkische Agenten werden wahrscheinlich nicht so schnell klein bei geben. Ich muss also untertauchen.

Es liegt auf der Hand, dass ich hier nicht schreiben kann, wohin ich fliehen will. Falls ich es doch tue, ist es natürlich eine falsche Fährte. Der Aufwand ist gerechtfertigt, denn ich kann nicht damit rechnen, dass Mitglieder der Bundesregierung nach mir fragen werden. Bis jetzt hat sich ja auch noch keiner von denen gemeldet, um mir gute Besserung zu wünschen oder zu fragen, ob ich etwas brauche. Aber ich brauche auch nichts. Und die Türken kümmern sich scheinbar auch nicht um Protestnoten der Bundesregierung. Ich bin aufs Dach gefallen. Meine Kollegen müssen ins Krankenhaus oder verknicken sich im Ausland den Knöchel. Aber das ist noch gar nichts gegen das Weggesperrt-werden. Alles steht auf dem Kopf.

Bis zehn zählen

Also ich werde hier ganz zweifellos nudelrund und dick und fett. Ich esse, trinke und schlafe – aber ich bewege mich nicht. Kein Stück. Leider könnte ich das auch gar nicht mehr, denn meine Muskeln haben sich in pures Fett verwandelt. Das sehe ich, wenn ich auf die Waage steige und ich merke es, wenn ich mein Fahrrad aufpumpen will. Geht nicht mehr. Auf der Waage sieht es natürlich gut aus, denn Fett ist ja leichter und schwimmt oben. Es kann nur nur noch ein oder zwei Tage dauern, bis ich mein Lager nicht mehr verlassen kann, weil ich ein einziger Fettklumpen bin.

Dabei wäre ich ja gerne mal rausgegangen. Aber erst konnte ich nicht, weil es geregnet hat. Dann war es zu heiß. Schließlich habe ich für alle Nachbarn Pakete angenommen, weil ich der Einzige bin, der bei diesem Wetter noch in der Wohnung ist. Jetzt muss ich da sein, falls sie zurück kommen und ihre Pakete holen wollen. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Zettel, das Paket sei beim Nachbarn und dann ist der Nachbar nicht da. Wie soll man denn jetzt an sein Paket kommen? Man kann es ja nicht mal selbst abholen! Ein Nachbar, der ein Paket angenommen hat, hat gefälligst da zu sein. Wenn meine Nachbarn leider plötzlich verstorben sein sollten, werde ich hier nie mehr rauskommen. Ich merke schon, dass ich psychisch langsam zu meiner alten Form zurückfinde. Nur körperlich nicht. Körperlich erreiche ich allmählich die Schlachtreife. Ich bin ein Schwein im Käfig. Ein glückliches Schwein, aber ein Schwein. Ich habe mich übrigens auch wegen meiner Sehstörung noch nicht rausgewagt. Die präparierte Sonnenbrille war doch keine richtige Sehhilfe und die zugeklebte Fernbrille war für meinen Geschmack doch zu auffällig. Jetzt hat die Post einen Sonnenbrillen-Clip gebracht, den ich vor die abgeklebte Brille klappen kann. Jetzt fühle ich mich wieder einigermaßen gesellschaftsfähig und muss es eigentlich auch ausprobieren.

Aber wir wollen nichts überstürzen. Ich werde mich noch früh genug wieder bewegen müssen. Der Körper braucht erst mal viel Ruhe. Auch wenn es schwerfällt, zwinge ich mich, noch einen Ruhetag einzulegen. Ich kann ja schon mal auf den Balkon hinaustreten und mich ein bisschen unter den Sonnenschirm setzten. Dann gucke ich den Fleißigen Lieschen beim Fleißig-Sein zu und kriege bestimmt ganz große Lust, auch was zu tun. Wenn das passiert, trinke ich ein Glas kaltes Wasser und zähle bis zehn. Und dann werden wir ja sehn.

Experte

Jetzt, wo ich so daliege und den ganzen Tag mit mir selbst beschäftigt bin, frage ich mich natürlich, was ich eigentlich überhaupt kann. Da ich gerade die Fleißigen Lieschen in Blumenerde gesetzt und die Wäsche aufgehängt habe, weiß ich, dass es diese beiden Sachen nicht sind. Besonders bei der Wäsche bin ich wieder mal gründlich am Phänomen der vereinzelten Socke gescheitert. Und zwar gleich dreifach. Ich hatte mir ja Socken mit Wochentagsbeschriftung gekauft, um dem Problem beizukommen. Es half aber nicht. Jetzt habe ich doch tatsächlich drei Socken übrig und zwar eine Freitags-, eine Samstags- und eine Sonntagssocke. Das ist doch verrückt! Andererseits weiß ich jetzt, dass ich eben kein Experte für Haushalt oder für Garten und Balkon bin. Ist nicht schlimm.

Es ist auch ganz und gar falsch in dieser Frage nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen. Da könnte bei jedem eine endlose Liste zusammenkommen. Man muss im Gegenteil gleich mit positiven Antworten kommen. Was kann ich? Zack! Zack, zack!! Zack!!! So müssen die Antworten sitzen. Na also! Das Gedächtnis hat übrigens auch ein kleines bisschen abbekommen. Das muss wahrscheinlich so sein, um die böse Erinnerung zu verstecken. Es fällt mir vor allem auf, wenn ich etwas längere Zeitungsartikel lesen will. Nach einer Weile habe ich den Faden verloren und weiß nicht mehr, worum es eigentlich ging. Einmal habe ich nicht gemerkt, dass ich bereits einen neuen Artikel angefangen hatte. Das ist sehr verwirrend. Beim Schreiben ist es ähnlich. Darum muss ich mich kurz fassen. Das ist aber eigentlich nichts Neues.

In einer Sache habe ich es inzwischen zu ganz ordentlichem Expertentum gebracht: im Ausruhen. Ich bin Experte für Ausruhen. Wobei das Wort ein bisschen in die Irre führt. Es impliziert, dass man irgendwann genug geruht hat und eben „ausgeruht“ ist. Das ist aber ein leider weit verbreiteter Irrtum. Genau wie bei „ausgeschlafen“ oder „austherapiert“. So etwas gibt es nämlich nicht. „Ausruhen“ ist einfach nur eine vollständigere Form von „ruhen“. Man kann es mit „ausgestreckt“ vergleichen. Man kann nicht mehr strecken, als schon gestreckt ist. Aber daraus folgt nicht, dass man mit dem Strecken fertig ist. Das macht man schön weiter. Ich hoffe, dass ich ein bisschen Licht in die Angelegenheit bringen konnte und strecke mich jetzt wieder aus. Um zu ruhen. Und zwar aus.

Viel zu lernen

Langsam komme ich wieder klar, nachdem ich auf diesen seltsamen Planeten gestürzt bin. Es war eine ganz schöne Bruchlandung aber der seltsame Planet hat freundliche und hilfsbereite Bewohner. Ihnen ist es zu verdanken, dass ich so schnell wieder auf den Beinen war. Jetzt muss ich mir überlegen, was ich hier am besten so mache, denn die Schonzeit geht langsam zu Ende und die Planetenbewohner werden erwarten, dass ich ein bisschen bei ihnen mitmache. Dass ich von zu Hause aus abgeholt werde, kann ich nicht erwarten, denn sie wissen ja gar nicht, wo ich bin und ich weiß nicht, wie ich zu ihnen Kontakt aufnehmen könnte. Also bleibe ich eben hier. Es ist hier aber wirklich seltsam. Es gibt hier „Fernsehen“ und „Talkshows“. Da sitzen dann Planetenbewohner zusammen und streiten und beschimpfen sich. Das ganze wird aufgenommen und gesendet. Mit einem entsprechenden Empfänger kann man es sich ansehen. Es erschließt sich aber nicht unmittelbar, warum man das tun sollte.

Es geht meistens um „Politik“. Das ist etwas, wofür sich alle interessieren sollten, weil es alle angeht. Es geht zum Beispiel darum, wann ein neuer Flughafen fertig wird, ob er überhaupt fertig wird und warum. Oder wer mit wem „eine Ehe eingehen“ kann. So nennen sie ein Ritual, bei dem sich zwei Menschen, die zusammenleben versprechen, dass sie für immer zusammenleben. Danach gehen sie meistens auseinander. Vielleicht sagen sie auch darum, dass „die Ehe geschlossen“ wird. Außerdem gibt es verschiedene Meinungen darüber, ob man allen helfen soll, die in Not geraten, oder nur solchen, die wenigstens die gleiche Sprache sprechen. Ich bin zum Glück in einer Gegend abgestürzt, wo noch allen geholfen wird, egal ob sie von rechts oder von links kommen, oder ob sie vom Himmel fallen.

Das wäre doch auch etwas, wobei ich mithelfen könnte: Anderen helfen. Ich glaube schon, dass ich das gut kann. Allerdings muss ich mich darauf noch ein bisschen vorbereiten. Ich muss vor allem noch mehr darüber herausfinden, wie dieser seltsame Planet funktioniert. Wie kommt man ohne Raumschiff von A nach B und wie lebt man am besten mit Pflanzen zusammen? Das Wichtigste scheint aber diese Politik zu sein. Zumindest im Fernsehen. Da reden sie über nichts Anderes. Oder nein: es scheint doch noch etwas Wichtigeres zu geben. Da laufen dann Männer über einen großen Rasen und versuchen sich gegenseitig einen einzelnen Ball abzujagen. Es gibt so viel zu lernen!